Na gut, ich gebe es zu: ich versinke immer mal wieder in meiner kleinen Pop-Punk Ära, die ich seitdem ich 13 Jahre alt bin schätze und liebe. Und so kommt es, dass mein Spotify Release Radar immer wieder Songs ausspuckt, die genau in diese Ära passen.
So auch in diesem Jahr. Mir wurde ein Song vorgeschlagen… auch wenn ich den Sound des Songs super finde – der Sänger mit top Stimme, eine gewisse aufkommende Melancholie durch die Melodie – hat mich vor allem der Titel des Songs immer wieder in Beschlag genommen: „What’s an hour really worth?“
Was ist eine Stunde wirklich wert?
Seitdem ich Mama bin, weiß ich meine Zeit und vielleicht genau diese „eine Stunde“ von der hier die Rede ist, mehr und mehr zu schätzen.
- Diese eine Stunde, in der mein Kind seelig schlafend in meinen Armen liegt und ich vor Dankbarkeit platzen könnte.
- Diese eine Stunde, in der ich einfach nur froh bin, Wäsche und Staubsauger zu schwingen und mich am Ende (kurz bevor mein Kind dann wieder wach wird), mit einer Tasse Kaffee für sage und schreibe 2,8 Minuten aufs Sofa setzen konnte – whooop, whooop. (Kleine Frage am Rande: Wie merken die, dass man sich gerade erst hingesetzt hat?!)
- Diese eine Stunde, in der ich genau diesen Blogbeitrag schreiben konnte.
- Diese eine Stunde, in der ich endlich dazu gekommen bin, alle meine offenen WhatsApp-Nachrichten zu beantworten.
- Diese eine Stunde, in der ich mich dazu entscheide, etwas zu tun, was mir und uns als Familie einfach gut tut, und alles andere einfach stehen und liegen zu lassen.
- Diese eine Stunde… (füge im Kopf ein, was du in einer Stunde so gerne machst).

Als ich den Titel des Songs gehört habe, kam mir ebenso ein Gedanke:
Was würde ich dafür geben, mit dieser EINEN Person noch einmal zusammensitzen zu dürfen – für diese eine Stunde? Ihr Fragen zu stellen, zu spielen, gemeinsam zu lachen und zu weinen, den einen Rat noch zu hören, den ich gerade so dringend bräuchte.
Was würde ich dafür geben…
Die Person(en), die ich in den letzten Jahren gehen lassen musste, noch einmal als mein Gegenüber zu haben – für diese eine Stunde. Ne Menge!
Und so komme ich, auch und gerade am Ende diesen Jahres, wieder zu den Fragen, die mich in diesem Jahr so oft beschäftigt haben:
Was sind mir meine Stunden wirklich wert?
Wie und womit fülle ich sie?
Gestalte ich meine Stunden wirklich lebenswert?
Oder verdaddel ich sie bspw. auf Social Media, mit Tagträumen und Unwichtigkeiten – fernab der Realität und meiner Werte? Keine Sorge, hier ist kein erhobener Zeigefinger… ich stelle MIR diese Fragen.
Denn ich merke: da geht mehr! Ich will die Stunden, die ich habe, sinnvoll und lebenswert gestalten. Ich will kein „was würde ich dafür geben…“ mehr. Ich will sie alle ge- und erlebt haben.
Ein Bibelvers begleitet mich zu diesen Gedanken schon lange (danke Mama, dass du ihn immer wieder erwähnt hast, wenn ich ungeduldig war!):
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Prediger 3,1
Wenn dich die Frage „Was ist eine Stunde wirklich wert?“ aber auch abholt, lade ich dich hiermit ein, dir für deine persönliche Beantwortung der Frage EINE Stunde (wenn du magst, natürlich auch mehr oder weniger) Zeit zu nehmen. Wie willst du die Stunden deines neuen Jahres füllen – wovon willst du mehr, wovon willst du weniger?
Vielleicht beginnst du auch, dir diese Frage regelmäßig zu stellen – so mache ich es seitdem ich den Song gehört habe – denn es hilft mir immer wieder, den Umgang mit meiner persönlichen Zeit zu hinterfragen und herauszufinden, was und wer für mich wertvoll ist.
Ich wünsche dir vor allem eins: Freude beim Beantworten der Frage.
Und das ein oder andere dankbare Schmunzeln, wenn du an die vergangenen Stunden im Jahr 2024 denkst und an die Hoffnungen, die du für deine Stunden in 2025 hast.
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