Alle Jahre wieder… rasen die ersten Monate des Jahres nur so dahin. Wobei, tun das nicht alle Monate?! Anyways, das erste Viertel des Jahres 2026 ist vorbei und ich finde, dass das ein passender Zeitpunkt ist, um mal ein Resümee zu ziehen – ganz ohne Aprilscherz.
Eigentlich beginnt mein persönliches Resümee ziehen aber schon früher, nämlich mitten im Dezember letzten Jahres, als ich in einem Andachtsbuch von Valerie Lill über folgenden Spruch gestolpert bin:
„Wenn Weisheit einen Beigeschmack hätte, so schmeckte sie nach Barmherzigkeit.“


Ertappt
Als ich das las, musste ich mitten an diesem dunklen und kalten Dezember-Wintertag einmal laut loslachen. Nicht weil der Vers so amüsant ist – sondern weil ich mich sowas von ertappt gefühlt hatte.
Wenige Tage zuvor hatte ich mich nämlich in Grund und Boden geärgert (ob das geht?! keine Ahnung, aber so hat es sich angefühlt) über eine derartige Kleinigkeit, dass es mir mit ein bisschen Abstand
1. komplett lächerlich vorkam und ich
2. merkte, dass ich einen weiseren und vor allem barmherzigeren Weg hätte wählen können, mit meinem Frust über mich selbst und jemand anderen umzugehen.
Ja, ich war richtig in Rage und meine Gedanken hatten in dem Moment absolut kein Erbarmen. Aber als ich den Vers las… huiuiui.
Seitdem ließ mich der Vers und vor allem das Thema Barmherzigkeit nicht mehr los – sodass ich sogar in den letzten Wochen einen kleinen deep dive in Sachen Barmherzigkeit gemacht habe. Eine der schönsten Zusammenfassungen habe ich hier gefunden:


Das will ich
Was eine krasse, erstrebenswerte Eigenschaft ist Barmherzigkeit denn bitte?! Eine dicke Portion davon – einmal zu mir, danke.
Als ich in dieses Jahr gestartet bin, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mir selbst und anderen gegenüber barmherziger zu sein. Ob ich das bis jetzt gut geschafft habe?! Mal so und mal so. Das also zum Resümee ziehen vom Beginn.
Aber: Prozesse sind ja nie linear. Ich will jedenfalls dranbleiben. Und irgendwie pusht das derzeit durchstartende Frühlingserwachen mich diesbezüglich nochmal so richtig. Denn die ersten warmen Sonnenstrahlen, die ersten lauen Sonnenuntergänge, die ersten Frühblüher auf der Wiese tragen jedes Jahr aufs Neue ein Gefühl von Barmherzigkeit an mich heran – das Dunkle, Schwere, Kalte geht und das Leichte, Helle, Warme hat endlich wieder Platz.


Suche nach dem Beigeschmack der Weisheit
Darum will ich dich für die nächsten Tage/Wochen oder auch einfach für den Rest des Jahres ermutigen: Suche nach dem Beigeschmack der Weisheit in deinem Alltag, gönn dir und anderen ’ne große Prise Barmherzigkeit.

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